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| Das Studium zum Industrietechnologen dauert nur zwei Jahre |
Wer nach dem (Fach)abitur überlegt, ob er lange die Hochschulbank drücken oder lieber schnell Praxiserfahrung sammeln will, dem bieten sich seit einiger Zeit alternative Ausbildungswege über die Technik Akademien von Siemens. Zu den Berufsbildern gehört etwa das des "Associate Engineers", auf deutsch Industrietechnologe/- in. Das Angebot richtet sich an Schulabgänger, die im Rahmen einer fundierten Ausbildung an anspruchsvollen technischen Aufgaben kombiniert mit aktuellem Hightech-Wissen interessiert sind. Spätere berufliche Tätigkeiten sind ingenieurnahe Aufgaben in allen Bereichen der Elektrobranche, etwa Projektierung, Software-Engineering, Vertrieb, Qualitätssicherung, Inbetriebsetzung und Service. Das zweijährige Studium wird an den Technik Akademien in Erlangen, München und Berlin angeboten. Den Studenten wird nur soviel Theorie wie nötig, aber soviel Praxis wie möglich vermittelt. Im ersten Studienjahr steht die praxis-orientierte Basisausbildung mit einem breiten technischen Fächerspektrum im Mittelpunkt, zum Beispiel Anlagen-Engineering, Automatisierungstechnik, Elektrotechnik, Elektronik und Programmentwicklung A wendersoftware. Danach folgt die Spezialisierung entsprechend der Neigungen in einer Fachrichtung, etwa Automatisierungstechnik, wahlweise mit dem Schwerpunkt Prozessdatenverarbeitung. Die zwei Jahre schließen eine sechs Monate dauernde Praxisphase mit ein. Das bis dahin erworbene Fachwissen wird dann durch "Learning by doing" im Berufsalltag erweitert. Für Globetrotter sind auch internationale Einsätze möglich. Die Einsatzmöglichkeiten danach sind nahezu ungegrenzt: Zum Beispiel automatisiert der Associate Engineer, etwa bei der Siemens AG, mittels modularer und objektorientierter Softwarentwicklung elektrische Anlagen, er projektiert Fertigungsstraßen in der Automobilindustrie oder entwirft Antriebs- und Steuerungstechnik in der Verkehrstechnik (ICE, U-Bahn, Fernverkehrszüge, Lokomotiven). Hinzu kommen Aufgaben wie Aufbau, Inbetriebnahme und Service von Kraftwerken oder Automatisierungseinrichtungen, etwa für Raffinerien, Walzwerke oder Brauereien. Basis dafür sind die in der Ausbildung gewonnenen technologischen Kenntnisse dieser Anlagen. Der Studierende erhält während dieser Zeit ein Stipendium. Absolventen mit herausragendem Abschluss können durch ein verkürztes Studium mit Bachelor-Abschluss gefördert werden. Interessierte Bewerber sollten vor allem gute Noten in den Fächern Mathematik und Physik aufweisen. Die Kandidaten absolvieren einen Eignungstest sowie ein Auswahlverfahren.
Erfahrungsbericht
Christian Mages (25) hat erfolgreich die Ausbildung zum Industrietechnologen absolviert. "Ich finde vor allem die starke Praxisorientierung bei der Ausbildung an der Siemens Technik Akademie gut. Der Unterricht ist stets auf dem neuesten Stand, um die Auszubildenden für den industriellen Einsatz bestmöglich vorubereiten." So wurde Christian Mages neben den hauptberuflichen Lehrkräften auch von Ingenieuren unterrichtet, die ihr Know-how aus aktuellen Projekten weitergeben konnten. "In der Ausbildung haben wir auch in Gruppen an der Automatisierung eines Industriemodells gearbeitet, an dem sowohl das Verständnis für Mechanik, Elektrik und Pneumatik geschult sowie der Umgang mit Programmierungstools der Simatic S7 400 über Step7 oder WinCC eingeübt wurde." In einem zweiten Projekt entwickelte Christian Mages in seinem Ausbildungsjahrgang unter den Betriebssystemen Windows NT und Linux eine Client-Server-Anwendung. "Hier haben wir einen Nachrichtendienst implementiert, der Textbotschaften zwischen den Rechnern verschickt und empfängt."
Berufsausbildung
Siemens bereitet gezielt junge Menschen in Ausbildungs- und Studiengängen auf den späteren Einsatz im Unter- nehmen vor. An über 50 Stand- orten im ge- samten Bundes- gebiet stellen Siemens Professional Education (SPE)und die Ausbildun- gen der Werke etwa 8.000 Ausbildungs- und Studienplätze für 35 Berufsbilder zu Verfügung. Diese sind in IT-, technische sowie kaufmännische Fachrichtungen aufgeteilt. Die Siemens-Berufsbildung arbeitet dabei sehr eng mit den Siemens-Bereichen und -Gesellschaften zusammen, zum Beispiel bei der Gestaltung der Ausbildungsinhalte, der Ausbildung selbst oder bei der Entwicklung neuer Berufe im Elektro- oder IT-Bereich. Das Engagement bei der Ausbildung in ingenieurnahen Berufen wird in eigenen Technik-Akademien (in Berlin, Erlangen und München)ausgebaut. Die IT-Studiengänge sind an der IT-Consulting Akademie in Paderborn gebündelt. Siemens bietet 8.000 Ausbildungs- und Studienplätze an.
Berufsbild als PDF |
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