Herkömmliche Server von der Stange warten heute als abgeschlossenes System auf ihren Einsatz. Die Konzepte sind vielfach auf lediglich eine Servergeneration und eine Hardware-Plattform ausgelegt. Diese Einsatzziele spiegeln die einzelnen Server der großen Markenhersteller wider. Exakt zugeschnittenen Mainboards wie auch entsprechende Gehäuse bieten wenig Möglichkeiten, individuellen Aufrüstungswünschen nachzukommen. Mangelnde Wartungsfreundlichkeit lässt den vermeintlichen Schnäppchen-Server durch lange Ausfallzeiten teuerer werden als erwartet.
Haupttteil
Dass hochverfügbare Serversysteme mit Investitionssicherheit und gutem Design kombiniert werden können, beweist Signum Data electronics mit dem SID FutureCase. Langjährige Erfahrungen in Serveradministration sowie Systempflege und -wartung stellen sich als Innovationen in dem störeinstrahlungsunempfindlichen Edelstahlgehäuse dar. Durch redundante Komponenten und gute Wartungsfreundlichkeit in Verbindung mit einem klaren Konzept erhält man als Systemadministrator eine Basis für zukunftsorientierte Serverumgebungen. Für hohe Ausfallsicherheit sorgen redundante Netzteile, die von Unipower in fünf Entwicklungsstufen nach den Spezifikationen von Signum Data entwickelt worden sind. Mit einer jeweiligen Ausgangsleistung von 450 Watt sind für alle gängigen Hardware-Plattformen geeignet und entsprechen bereits heute den PFC-Richtlinien (Power Factor Correction). Sie verfügen über eine automatische Anpassung für Spannungen zwischen 100 und 240 Volt. Die Netzteile sind bei Netzfrequenzen von 43 bis 67 Hertz einsetzbar. Verbunden werden die Kraftwerke des Servers über eine passive Backplane, die ausgangsseitig lediglich noch durch Schaltungen zur Generierung der ATX-spezifischen Spannungen ergänzt wird. Über entsprechende Kabel wird sichergestellt, dass das FutureCase allen Hardware-Plattformen gerecht wird. Zur Zeit werden bis Vier-Prozessor-Systeme für Sparc, Intel Xeon und Alpha CPUs unterstützt. PowerPC-Platinen befinden sich in der Evaluierung. Signum Data gewährleistet damit den Käufern eines FutureCase oder FutureServer eine hohe Investitionssicherheit. Neben einer konstanten Energieversorgung spielt bei leistungsfähigen Servern auch stets eine gute Kühlung der Komponenten eine wichtige Rolle. Das FutureCase ist luftstromoptimiert. Drei leistungsfähige Papst-Lüfter erreichen unter Volllast einen Luftdurchsatz von bis zu 340 Kubikmeter pro Stunde. Entscheidend für optimale Kühlung der spezifischen Komponenten ist hierbei die Lüfteranordnung im Gehäuse. Beim sechs Höheneinheiten hohen Gehäsue verbergen sich hinter einer mit Gasdruckdämpfern ausgerüstet Frontklappe die Montagebereiche für die Massenspeicher. Bei Festplatten, die vornehmlich über verhältnismäßig glatte Oberflächen verfügen, erzielt man die besten Kühlungsergebnisse, indem man die erwärmte Luft absaugt. Bei verschachtelten Oberflächen, wie sie durch Mainboards mit Steckkarten realisiert werden, ist die Kühlung effektiver, wenn der Luftstrom durch die Komponenten hindurchgedrückt wird. Dieses erklärt die zentrale Anordnung der Lüfter zwischen Festplatten und Mainboard. Gegenüber Flachband- und herkömmlichen Spannungsversorgungskabeln sind die verwendeten Kabel durch ein Kunststoffgewebe zu Rundkabeln zusammengefasst und tragen zu einem aufgeräumten Gesamtbild des Serverinnenlebens bei. Besondere Bedeutung darf hierbei der Eigenentwicklung von SCSI-Rundkabeln beigemessen werden. Bei diesen patentierten FutureKabeln handelt es sich um LVD-160-SCSI Kabel. Ab Ende Januar dieses Jahres sind ebenfalls LVD-320-SCSI-Kabel erhältlich. Gewährleistet wird die hohe Übertragungsleistung durch die Kabelqualität. Das Material für die SCSI-Rundkabel wurde in aufwendigen Tests zusammengestellt und wird nach Herstellervorgaben in Deutschland gefertigt. Diese SCSI-Rundkabel bieten drei Vorteile: Einerseits ist das komplette Kabel flexibler als ein Flachbandkabel, andererseits werden die Lüftungswege freigehalten und bei der Verwendung von Mehrkanalkontrollern ergibt sich gegenüber Flachbandkabeln ein höherer Schutz vor Signalübersprechungen, so dass es zu keinen Leistungseinbußen kommt. Die Wartungsfreundlichkeit zeigt sich im Konzept des FutureCases. Das Diskettenlaufwerk und das CDROM- oder DVD-Laufwerk sind auf einem Schlitten oben im Gehäuse gut erreichbar eingebaut. Zum Ausbau der Laufwerksaufnahme muss lediglich eine Schraube im Gehäuse gelöst werden. Die weiteren für die Systempflege benötigten Schrauben sind alle baugleich. Lediglich der Netzspannung führende Teil des Servergehäuses ist durch Torxschrauben gesichert. Systemfehler werden durch ein blinkendes Display signalisiert. Die Überwachungselektronik auf Basis eines Z80-Prozessors zeigt den aufgetretenen Fehler im Klartext an, so dass der Wartungstechniker direkt zur Quelle geführt wird. Das Blinken des Vakuum-Fluressenz-Displays kann nicht manuell zurückgesetzt werden und erlöscht erst, nachdem der Fehler behoben wurde. Zum Zugriff auf das Innenleben des SID FutureCases lässt sich das Gehäuse innerhalb weniger Sekunden werkzeuglos öffnen. Nach der Entnahme der zentralen Lüftereinheit lassen sich die beiden Deckplatten abnehmen. Zum Schutz vor unbefugtem Öffnen sind die Riegel der Lüftereinheit durch Schlösser gesichert. Das Mainboard selbst und die entsprechenden Erweiterungskarten sind auf einem Einschub montiert. Dieses System ermöglicht dem Administrator, die komplette Plattform innerhalb nur weniger Minuten schraubenlos auszutauschen. Benötigt wird hierfür lediglich ein zweiter Einschub mit den vorgetesteten und installierten Mainboard einschließlich der Erweiterungskarten. Durch dieses Baukastensystem können die Ausfallzeiten des Servers im Fehlerfalle wie auch bei Aufrüstungen niedrig gehalten werden. Die Mainboardaufnahme ist für alle Plattformen geeignet beziehungsweise erhältlich. Das 19_-Edelstahlgehäuse verfügt über hohe EMV Festigkeit, der Kunststoffanteil liegt unterhalb von 0,5 Prozent. Durch die Verwendung von Edelstahl ist das Chassis interessant für den Einsatz in Krankenhäusern, weil der Werkstoff Lebensmittelechtheit garantiert. Durch das Edelstahlchassis entspricht der Server den Industrie-Normen zum Schutz vor Störeinstrahlung. Zusätzlich haben die Entwickler Wert darauf gelegt, dass das FutureCase seine Umwelt so wenig wie beeinflusst. Die Netzleitung ist zusätzlich abgeschirmt, so dass Spannungsspitzen beim Ein- oder Ausschalten sowie Induktivitäten keinen Einfluss auf weitere Geräte haben. Für einen Langzeit-EMV-Schutz sorgt zudem ein Spezialvlies, das insbesondere an Montagestellen wie den Slotöffnungen für Erweiterungskarten oder auch an den Kontaktstellen der Frontklappe einsetzt wird. Durch das ‚Schirmung 2000‘-Verfahren wird über die Jahre hinweg ein konstant niedriger Übergangswiderstand im Einsatzbereich gewährleistet. Die gute Abschirmung des Systems bewirkt außerdem hohe Abhörsicherheit. Neben den Vorzügen hinsichtlich der Hochverfügbarkeit, Abschirmung und Wartungsfreundlichkeit spielt das Signum Data Future seine Stärken in der Investitionssicherheit aus, da das System innerhalb sehr kurzer Zeit von einer Mainboardgeneration auf die nächste umgerüstet werden kann, ohne das Servergehäuse tauschen zu müssen.
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