Bedienen und Beobachten wird für Maschinen und Anlagen ein immer wichtigeres Thema. Alle Stillstandzeiten, aber auch Zeiten zur Dateneingabe sind kostspielige Nebenzeiten. In diesen Fällen ist ein schneller und einfacher Bedienerdialog gefragt. Sütron ergänzt mit dem neuen mobilen Anzeige- und Handterminal HT06 die TesiMod Bedienterminal-Serie. Das kompakt aufgebaute Handterminal beinhaltet eine vollgrafikfähige Anzeige sowie eine vollständige Tastatur. Der sicherheitsrelevante Aspekt wird durch einen Zustimmtaster und den Not-Aus Schalter erfüllt. Auch das niedrige Gewicht ist für das Bedienen und Einrichten von Maschinen und Teach-in von Robotern ein nicht zu unterschätzender Aspekt.
Hauptteil
Intelligentes ‚Bedienen und Beobachten‘ (B&B) Bedienen und Beobachten - das ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine. Die meisten B&B-Systeme bestehen aus Bildschirm und Tastatur, kompakt, getrennt voneinander aufgebaut oder räumlich getrennt. Diese Art von Bedienen und Beobachten ist heute jeder gewohnt, wenngleich sie auch nicht immer ergonomisch ist. Meist wäre es praktischer und einfacher, direkt an der Anlage die Bedienung an einem mobilen Handterminal abzulesen bzw. einen Vorgang zu bestätigen. Seit kurzem gibt es nun solch mobile Handterminals, die es ermöglichen, beim Einrichten eines Werkzeugs an einer Maschine Änderungen vorzunehmen. Der Vorteil ist, das man ‚direkt‘ an der Stelle Datenänderungen vornimmt, an der man etwas beeinflussen möchte.
Aktuelle Erweiterungen der Projektiersoftware TSwin Die Projektierungssoftware TSwin (für WIN95 und NT) wurde mit der Integration des Handterminal HT06 erweitert. Die Programmierfunktionalität ist damit für alle Terminals der TesiMod-Serie gleich. Die objektorientierte Programmierung erfolgt mit Windows-konformer Bedienung und in WYSIWYG-Darstellung (‚What you see is what you get‘). Mit dem vollgrafischen Projektierwerkzeug kann schnell und sicher gearbeitet werden, was Projektierungskosten einspart. Darüber hinaus bietet dieses Instrument dem Maschinenbauer alle Möglichkeiten um optimale benutzerfreundliche Lösungen sowohl für einfache Anwendung mit dem Handterminal, als auch für komplexe Anlagen mit Touchscreen-Technologie, anzubieten. Bei allen Hand-, Bedien- und Touchterminals ist die Anpassung an unterschiedliche Applikationen mit der Grafikoberfläche auf dem Display sehr viel einfacher und schneller möglich. Mit dem Handterminal HT06 können Neuerungen in der TSwin Version 2.00 wie Druckprotokolle verwendet werden. Dabei handelt es sich um eine im Bedienterminal integrierte Schnittstelle zur Datenausgabe. Das Tool ermöglicht, innerhalb der Projektierungssoftware Druckseiten zu gestalten und so Daten für nachfolgende Auftragsbearbeitungen oder die Betriebs-Daten-Erfassung bereit zu stellen. Auch das Meldungssystem wurde in einigen Punkten verbessert. Künftig stehen zu den Meldetexten jeweils zwei Variable zur Verfügung. Das erhöht die Information für den Anlagenbediener erheblich. Hinzu kommt ein am Display verwaltetes ‚Kommt-Geht-Quittiert-System‘, was den Projektierungsaufwand innerhalb der SPS erspart. Außerdem können den Meldungen zusätzliche Seiten mit Hilfetexten zugefügt werden. Dies ist insbesondere zum Hinterlegen von Handlungsanweisungen hilfreich und unterstützt die Service- und Bedienerfreundlichkeit. Eine weitere Optimierung ist die verbesserte Rezeptur-Verwaltung. Mit einem eigenständigen Tool können die Rezepturdaten in TSwin extern verwaltet, editiert und in das Handterminal HT06 eingespielt werden. Die Möglichkeit, mittels Bit-Masken einzelne Bit in Datenbausteinen anzusprechen, eröffnet dem Projektierer den Freiraum, sich uneingeschränkt im Datenbereich der Steuerung zu bewegen. Für Fragen oder Probleme steht die kontextsensitive Hilfe und eine 3-Mann starke Hotline zur Verfügung.
Der Feldbus hat die Steuerungs- und Bedienebene geöffnet Bislang hat jeder SPS-Hersteller seinen eigenen Standard bezüglich Hardware, Betriebssystem und Programmiersprache. Alle sind Fabrikate zueinander inkompatibel und ermöglichen damit, das der Hersteller seine Kunden eng an sich binden kann. Die Entscheidung für einen Hersteller bedeutet dann häufig, das man auch nur dessen Komponenten einsetzen kann. Sütron bietet dem Projektierer mit seiner Vielfalt an Ankopplungsmöglichkeiten die Offenheit, seine einmal erstellte Applikation steuerungsübergreifend zu verwenden. Durch die Anpassung und den Einsatz von offenen Feldbusstandards wie z.B. Interbus ändert sich die Situation am Steuerungsmarkt. Feldbussysteme übernehmen die Aufgabe paralleler E/A-Karten und schließen Sensoren und Aktuatoren wie Endschalter, Lichtschranken, Motoren und Ventile an die SPS-CPU. Eine einzige SPS-spezifische Schnittstellenkarte (Anschaltbaugruppe), die das Interface zwischen dem SPS-spezifischen Rückwandbus und dem Feldbus darstellt, verschafft dem Projektierer den Vorteil der System-Unabhängigkeit. Anschaltbaugruppen des Feldbussystems Interbus bilden den einheitlichen Peripheriezugang zu verschiedenen Steuerungssystemen. Der Projektierer kann auf ein breites Spektrum von Hersteller-unabhängigen Feldbuskomponenten, wie das Handterminal HT06, zurückgreifen. Maschinen und Anlagen lassen sich flexibel, modular und Steuerungs-unabhängig planen. Gleiche Parametrierung, Inbetriebnahme und Bedienung bedeuten Investitionsschutz für den Anlagenbauer und helfen ihm auf veränderte Marktanforderungen zu reagieren.
Zusammenfassung
Das Handterminal HT06, der Interbus und die neuen integrierten Funktionen erleichtern nicht nur das Handling, sie verkürzen auch erheblich die Inbetriebnahmezeiten und erhöhen die Flexibilität von Maschinen und Anlagen. Zusätzlich werden Serviceaspekte berücksichtigt: weniger Leitungen, weniger Verbindungspunkte, dadurch weniger Störquellen und alles schnell, einfach und nachvollziehbar projektierbar. Namhafte Unternehmen setzen die beschriebenen Bedienterminals am Interbus bereits ein.
|
| |
|
 |
|