Unter dem Begriff ‚Complete Automation‘ hat Rockwell Automation die Vision einer durchgängigen Automatisierungslösung aufgezeigt. Durch Kooperationen, Zukäufe und Eigenentwicklungen im großen Maßstab hat das Unternehmen diese Vision größtenteils Wirklichkeit werden lassen. Kurt Küherz gibt im folgenden Interview Einblick in das Konzept e-Manufacturing und dessen Bedeutung für Complete Automation.
A&D: e-Design, e-Business, e-Manufacuring - ohne ‚e‘ scheint nichts mehr zu gehen - obwohl die Definitionen nicht immer klar sind. Wie erklärt Rockwell Automation diese Begriffe?
Küherz: e-Commerce ist für uns der reine elektronische Handel, e-Business umfasst dagegen alle Unternehmensbereiche, die bestehende Geschäftsprozesse durch Internettechnologien unterstützt. ‚Complete Automation‘ ist unsere globale Strategie, einer vollständigen Integration eines Gesamtlösungmodells - von der Geschäftsebene bis zur Fertigungsebene. Mit der Realisierung vorheriger Ziele wie ‚From shop floor to top floor‘ oder ‚Logix-Eeverywhere‘ haben wir Strategien zusammengefasst, die uns dieser Vision einige wichtige Schritte näher gebracht haben. Eine vollständige Durchgängigkeit bzw. die vertikale Integration von Fertigungsebene und Geschäftsebene setzt als Verbindungsschicht die Middleware voraus. Die mit Hilfe dieser Softwarewerkzeuge realisierbaren Möglichkeiten, wie vorausschauende Instandhaltung, bezeichnen wir als e-Manufacturing. Nachdem letztes Jahr e-Business zu unseren Schwerpunktthemen gehörte und dadurch eine große Bedeutung gewonnen hat, haben wir unser Know-How in diesem Jahr auf die Einbindung des e-Manufacturing und des e-Design focussiert.
A&D: Welche Lücken weist Rockwells Produktpalette im Sinne von Complete Automation noch auf?
Küherz: Die Complete-Automation-Straegie versteht sich als ein Prozess, der sukzessive umgesetzt wird. Nach e-Business und e-Manufacturing arbeiten wir zur Zeit noch an Elementen des e-Designs - wie zum Beispiel Tools für die automatische Programmerstellung, In diesen Bereichen liegt beim Kunden sehr viel Optimierungspotential brach. Allerdings müssen wir noch einiges tun, damit der Anwender vom Eingang des Auftrags bis zur Erstellung des Programms von entsprechenden Werkzeugen unterstützt werden kann.
A&D: Sie wollen 80% ihres Umsatzes mit e-Business realisieren. Davon sind Sie heute noch ein ganzes Stück weg. Sind ihre Kunden überhaupt schon soweit?
Küherz: Komplexe Konzepte brauchen trotz unbestreitbarer Vorteile natürlich eine gewisse Zeit, bis sie vom Markt akzeptiert werden. Um die Produktivität auf höchstem Niveau sicherzustellen, dürfen Unternehmen nicht weiter zögern, das Internet und ‚e-Manufacturing‘ einzusetzen, um ihre Produktionsressourcen wie Personal, Maschinen und Rohmaterialien besser zu verwalten. Nur dann ist die optimale Informationsverteilung im gesamten Unternehmen gewährleistet. Doch das geht selten von heute auf morgen. Das Investitionsvolumen für eine Fertigungstrasse liegt bei einigen Millionen, die müssen sich erst rentieren, und das dauert. Andererseits: Der Kostendruck ist jedoch enorm. Wir werden unseren Kunden mit intensiver Beratung helfen, den schwierigen Spagat zwischen machbarer, bezahlbarer und bewährter Technik einerseits und den neuen und vielversprechenden aber teils noch als ‚unsicher‘ geltenden Technologien andererseits mühelos zu beherrschen? Denken sie an die Umstellung auf SPS - unser Softlogix-Konzept hat auch zwei Jahre Anlaufzeit benötigt, bis es sich durchsetzen konnte. In ähnlichen Zeiträumen wird sich auch der e-Business-Gedanke etablieren.
A&D: Der Durchbruch in Richtung e-Manufacturing liegt also noch ein gutes Stück in der Zukunft?
Küherz: Bis zur nahtlosen Verbindung, wie e-Manufacturing sie verspricht, ist zwar noch ein Stück Weg zurückzulegen, aber die Lieferkette bricht bereits jetzt auf, und die Beziehungen zwischen Herstellern, Lieferanten und Kunden werden enger. Knapp 90 Prozent der Hersteller sind noch dabei, ihre Fertigungsumgebung zu stabilisieren - dies ist der erste Schritt in Richtung e-Manufacturing. Weitere 7 bis 9 Prozent der Hersteller beschäftigen sich mit der Optimierung ihrer Produktionsumgebung. Sie erzielen Verbesserung von über 5 Prozent jährlich, indem sie die internen Funktionen eng miteinander verknüpfen und klar abgegrenzte Produktionssysteme von Weltklasse entwickeln. Erst 1 bis 3 Prozent der Hersteller haben ihre Produktionsumgebung bereits neu strukturiert und somit den letzten Schritt zum e-Manufacturing vollzogen. In dieser neuen Umgebung ist die Produktion eine Quelle für Innovation, strategische Neuausrichtung oder beträchtliches Wachstum. Hier sind die Bausteine des e-Manufacturing gut sichtbar, und die Hersteller nutzen das Internet zur Unterhaltung enger Geschäftsbeziehungen mit Zulieferern und Kunden.
A&D: Sie wollen gerade den Anteil des Umsatzes, der auf Dienstleistungen wie Consulting entfällt, massiv erhöhen. Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen?
Küherz: Bis vor kurzem nahm uns der Markt in erster Linie als Steuerungslieferant wahr - das hat und wird sich weiter ändern. Durch Eigenentwicklungen, Zukäufe und Kooperation sowie Bündelung der eigenen Kräfte haben wir in den letzten Jahren eine Produktpalette und entsprechende Infrastruktur inklusive Services aufgebaut, die uns jetzt erlauben, unsere Position nicht nur zu stärken, sondern, was z.B. die Innovationskraft gerade im Softwarebereich angeht, eine Vorreiterrolle einzunehmen. Nur den Namen alleine bekannt machen zu wollen, würde nicht ausreichen. Die gesamte Organisation muss den veränderten Anforderungen folgen. Insgesamt gilt: In einem Unternehmen wie dem unseren müssen heute wesentlich mehr Elemente zusammengebracht und abgestimmt werden, als dies in der Vergangenheit notwendig war. In Europa und insbesondere in Deutschland basiert unser Erfolg darüber hinaus ganz wesentlich auf der Tatsache, dass wir mit unseren Kunden anders umgehen, als sie dies von Marktführern sonst gewohnt sind.
A&D: Läutet Rockwell hiermit eine Neuausrichtung des Unternehmens ein?
Küherz: Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Das Komponentengeschäft verliert nicht an Bedeutung - es ist ein Geschäftszweig, wie das Lösungs- bzw. Systemgeschäft ein anderer ist. Wir richten unser Unternehmen daher organisatorisch auf diese verschiedenen Geschäftszweige aus, d.h. das jeweilige Vertriebsteam muss über entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen, die den unterschiedlichen Anforderungen entsprechen müssen. Dahinter verbirgt sich keine Wertung oder grundsätzliche Neuausrichtung, ‚nur‘ eine kunden- und Team-orientiertere Effizienz mit den damit verbundenen strukturellen Anpassungen.
A&D: Welchen konkreten Nutzen bringt e-Manufacturing Ihren Kunden?
Küherz: Um es euphorisch auszudrücken: e-Manufacturing ist in der Lage, Unternehmen Lösungen anzubieten, die dem Rausch und den unbegrenzten Möglichkeiten der Technik auch in einigen Jahren noch Paroli bieten können, die wettbewerbsfähig hinsichtlich Flexibilität, und Kostenreduzierungen sind, die den Anforderungen nach durchgängigen IT- Lösungen noch standhalten und den gewachsenen Ansprüchen durch Globalisierung und Fusionierung kompatibel standhalten. Für Produktionsbetriebe hat sich die Welt in den letzten Jahren massiv gewandelt: Schlagworte wie Time to Market, Just in Time, Built to Order verdeutlichen die veränderte Situation, die unter anderem von zunehmendem Wettbewerbsdruck und Variantenvielfalt bei kleinen Losgrößen geprägt ist. Die Unternehmen sind in der Folge dazu gezwungen, brachliegendes Optimierungspotential in der Fertigung zu nutzen. Leider besteht die Problematik dabei oft darin, die über den gesamten Betrieb verteilten Prozessdaten von der Fertigungsebene in die Business-IT-Systeme zu portieren und dabei unterschiedlichste Datenformate zu verknüpfen. Unternehmensplanungssysteme berücksichtigen in der Regel reale Störungen im Herstellungsprozess oder Informationen über drohende Maschinenausfälle nicht, sondern setzen sogar ideale Bedingungen wie unendliche Kapazität voraus. Wir gehen davon aus, dass sich durch Realisierung des e-Manufacturing-Konzepts eine bis zu 50 Prozent höhere Produktivität und um 80 Prozent verkürzte Ausführungszeiten erreichen lassen. Möglich wird dies durch eine Palette von auf Standards wie Ethernet IP, OPC, Java, ISA S95 oder XML aufsetzenden Softwareprodukten. Diese Middleware-Produkte jedoch reichen alleine nicht aus, sie müssen Teil einer ganzheitlichen Unternehmensstrategie und Komplettlösung sein. Wir haben daher unsere e-Manufacturing-Tools aus der RSBizware-Reihe in das e-Manufacturing -Konzept eingebettet, um unseren Kunden optimale Lösungen anbieten zu können. A&D: Welche Aufgaben muss die Middleware erfüllen?
Küherz: Diese Software stellt wie erwähnt die Verbindung zwischen Produktions- und Geschäftsebene her. Dazu ist eine ganze Palette von möglichst modularen Softwareprodukten wie unsere RSBizWare-Familie notwendig, z.B. für die Sammlung und Analyse der Produktionsdaten, für die Datenhaltung und Kommunikation, die Visualisierung, die Datenanalyse und -modellierung, die Performanceanalyse, die Produktionsplanung, Konformitätsprüfung sowie für das Maintenance-Management. Allen Produkten muss gemeinsam sein, das sie sich bereits seit vielen Jahren im Einsatz bewährt haben und auf Standards aufbauen. Im Vordergrund aller Bemühungen muss immer der Nutzen des Anwenders stehen.
A&D: Aus welchen Elementen besteht die RSBizWare?
Küherz: Die Grundlage bildet die Software ‚RSSql‘, ein leistungsfähiges Tool für die Datenübertragung und Speicherung, das dem Anlagenbetreiber eine Komplettlösung zur Sammlung und Auswertung von Produktionsdaten ermöglicht. Damit lassen sich Daten aus dem Produktionsablauf über verknüpfende Datenbanken bidirektional und transaktionsorientiert ohne Programmieraufwand und unter Verwendung bereits definierter Strukturen mit der Geschäftsebene verbinden. Die Visualisierungssoftware ‚RSView32‘ ist Bestandteil der offenen ‚ViewAnyware‘-Lösung von Rockwell Automation, mit der die Kluft zwischen produktbezogenen und offenen Mensch-Maschine-Schnittstellen beliebiger Hersteller im Unternehmen überwunden werden kann. Für die Betriebsführung wichtige Informationen, wie z.B. Einhaltung der Kühlkette, analysiert und bereitet ‚Historian‘ auf und präsentiert sie in Form von Diagrammen, Histogrammen, Tabellen oder als kumulative Statistik. Die Umwandlung der großen Betriebsrohdaten in handlungsrelevante Informationen erfolgt durch die Auswahl einfacher Kriterien. Damit die Unternehmensführung einen schnellen Überblick über die grundlegenden Kennzahlen der Produktion gewinnen kann, erstellet ‚PlantMetrics‘ unter Berücksichtigung von Verfügbarkeit, Leistung und Qualität das normierte Bewertungskriterium OEE, wodurch eine Effizienz-Bewertung der Produktion möglich wird. Das Produktplanungstool ‚Scheduler‘ ermöglicht eine effektive ressourcenbasierte Planung mit direktem Link zwischen Produktion und ERP-Systemen. Die Software erlaubt Vorwärts-, Rückwärtsplanung sowie Simulation und vermittelt eine Übersicht über die Kapazität einzelner Ressourcen und die aktuelle Verfügbarkeiten. ‚Compliance Track‘ dient der automatisierten Erzeugung von Output- und Ergebnisauswertungen, etwa zur Dokumentation der Einhaltung von Auflagen und Richtlinien von Behörden oder Kunden.
A&D: Dieses Angebot runden Sie jetzt noch mit einem Enterprise Asset Management System ab?
Küherz: Im Rahmen einer strategischen Allianz haben wir die Wartungsplattform ‚Maximo‘ für Fertigungsbetriebe von ‚MRO.com Software‘ - einem Unternehmen, das in Deutschland noch unter PSDI firmiert - in unsere e-Manufacturing-Strategie integriert. Dazu können Wartungsaufgaben wie die Ersatzteilebestellung übers Internet oder die Führung einer Geräte-Historie automatisiert werden. Ziel ist es, den Wartungsaufwand und die Lagerkosten um mehr als 25 Prozent zu reduzieren, Stillstandszeiten zu verringern und die Anlagenverfügbarkeit insgesamt zu verbessern. So hat man etwa bei der Motoren- und Turbinen-Union festgestellt, dass alleine das Suchen, Auffinden und Herbeischaffen der erforderlichen Ersatzteile, sowie das Veranlassen der nötigen Arbeitsinstruktionen nahezu 30 Prozent des Zeitaufwands der mit der Instandsetzung beauftragten Mitarbeiter ausmachen. Die Marktforscher der Aberdeen Group aus Boston haben herausgefunden, dass der Online-Einkauf von Wartungsmaterial über das Web im Durchschnitt zu einer Preisreduzierung zwischen 5 und 10 Prozent führt, verbunden mit einer Verringerung des Bestell- und Lieferzyklus von 7,3 auf zwei Tage. Gleichzeitig sinken die Prozesskosten von 107 auf 30 US$. Ein besonderes Feature ist die vorausschauende, zustandsbedingte Wartung, bei der die Abnutzung der Maschinen und Anlagen bei der Erstellung von Wartungsplänen mit einkalkuliert wird. Möglich wird dies durch das Wartungssystem von Rockwell, das mit Hilfe von Temperatur, Vibrations-, Geräusch- und Viskositätsmessungen den Maschinenzustand überwacht und Probleme durch Verschleiß frühzeitig erkennt. Besondere Bedeutung für das Wartungskonzept haben selbstverständlich umfassende Diagnosefunktionen. Nicht nur unsere Steuerungen, sondern auch die Logix-Produkte verfügen über interne Diagnosefunktionen und integrierte Fernwartungstechnologie. Der Aufbau eines so möglichen ganzheitlichen Konzepts ist Teil unserer Beratungstätigkeit - auch unter Einbeziehung von Produkten anderer Hersteller.
A&D: Inwieweit spielen dabei Investitions- und Betriebskosten eine Rolle?
Küherz: Hier handelt es sich um ein vorwiegend betriebswirtschaftliches Problem. Wir setzen daher auf die Kompetenz von Partnern, die sich in diesem Umfeld bewegen. Es genügt heute jedenfalls nicht mehr, Begriffe wie ‚Total Costs of Ownership‘ oder ‚Return on Investment‘ zu erwähnen, sondern der Kunde will konkrete Zahlen vorgelegt bekommen, die wir in Zusammenarbeit mit den Partnern ermitteln. In diesem Rahmen erarbeiten wir z.B. ein Konzept mit einem OEM, wie dieser die TCO durch vorbeugende Wartungsmaßnahmen oder Ferndiagnose auch beim Kunden reduzieren kann. Unserer Erfahrung nach kann durch Software-Standardisierung eine nachhaltige Senkung der Investitions- und Betriebskosten erreicht werden. Wir setzen daher auf den Softwarestandard RA-ICS, der die Lücke zwischen mechanischer und elektrischer Planung schließen hilft, um somit eine durchgängige Optimierung des Engineering-Prozesses von der mechanischen Anlagenplanung über die Prozessplanung und der elektrischen Anlagenausführung bis hin zur Inbetriebnahme zu erreichen. Wir fassen die dazu notwendigen Werkzeuge unter dem Begriff e-Design zusammen.
A&D: Worin liegen die kritischen Punkte, die mit e-Design adressiert werden sollen?
Küherz: Betrachtet man den gesamten Prozess von der Produkt-/Prozessplanung bis hin zur Erstellung von Steuerungsprogrammen und deren Inbetriebnahme, zeigen sich sehr schnell die Lücken, die derzeit noch bestehen. Im Wesentlichen sind das:
· Keine einheitlichen Datenstrukturen und Modelle · Unterschiedliche Sprach- und Bezeichnungskonventionen · Unterschiedliche Werkzeuge bei Strukturierung der Automatisierungsanlage, Erstellung der Steuerungslogik und bei der Bediensoftware · Unzureichende Möglichkeiten der weitgehend Hardware-unabhängigen Vorbereitung von Steuerungsprogrammen
Auch heute besteht die Schnittstelle zwischen der mechanischen und der elektrischen Planung weitestgehend aus Papier - auch wenn die jeweilige Planung bereits mit CAE-Werkzeugen durchgeführt wurde - und umfangreichen sowie zeitintensiven Abstimmungsgesprächen. An dieser Stelle setzen wir den Softwarestandard RA-ICS ein. Frühzeitig im Engineering-Prozess berücksichtigt, kann er helfen, diese Lücken zu schließen. Der Planer der mechanischen Einrichtung kann mit Hilfe von RA-ICS seine Anlagen strukturieren und hat damit bereits Logik für das Steuerungsprogramm entwickelt - ohne das Steuerungssystem kennen zu müssen. Der Planer der elektrischen Anlage kann dann mit seiner Arbeit direkt auf diese Informationen aufbauen. Die Etablierung des Softwarestandards alleine reicht natürlich nicht aus - weitere Werkzeuge, die den Planer vom Eingang des Auftrags bis zur Programmierung der Steuerungen unterstützen, müssen und werden folgen.
A&D: In welche Richtung will Rockwell e-Manufacturing weiterentwickeln?
Küherz: In den vergangenen zwei Jahren hat Rockwell Automation alleine 70 Mio. US$ aufgewendet, um die e-Manufacturing-Anbindung zur Marktreife zu führen. Durch die Integration eines ‚Customer e-Business Solution Teams‘ und die Kooperation mit namhaften Firmen der e-Business-Branche werden innerhalb der nächsten vier Jahre die Leistungen in den Bereichen e-Manufacturing, BizWare und e-Procurement stetig nach oben erweitert und abgerundet werden, damit im Ergebnis ein betriebliches Data Warehouse möglich wird, und die Daten nahtlos zwischen Büro- und Produktionswelt fließen können. Wir wollen unseren Kunden entscheidende Wettbewerbsvorteile sichern, wobei wir uns zunehmend in der Rolle des Partners sehen, da Produkte immer mehr in den Hintergrund treten und geforderte Lösungen nur in Zusammenarbeit mit dem Kunden entstehen können. Weiterentwickeln muss sich neben dem e-Manufacturing selbst auch der Engineering-Prozess im Unternehmen - das Umdenken aller ist gefordert! Denn die neuen Märkte verändern nicht nur die Arbeitsabläufe, um die zwingend notwendige Transparenz auf der Produktionsebene zu schaffen; auch bei den Ingenieuren selbst muss ein Umdenkprozess hinsichtlich der Integration von Komponenten stattfinden. Für den Einsatz in einer bestimmten Steuerungsanwendung bei der Fertigungsanlage suchen Ingenieure häufig zuerst nach den qualitativ hochwertigsten Komponenten und begeben sich anschließend daran, die unterschiedlichen Systeme miteinander zu verbinden. Deshalb sehen wir unsere Aufgabe auch darin, Überzeugungsarbeit zu leisten, ein notwendiges Umdenken mit in Gang zu setzen, um den Funken zu zünden: ‚Complete Automation‘ - so lautet das Zauberwort jetzt und auf der Hannover Messe 2001 - dort gibt’s den Anschluss ins e-Manufacturing-Zeitalter.
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