 |
| Im Interview: Gerhard R.Bachmann, Geschäftsleitung, Bachmann Electronic GmbH |
Viele Anbieter PC-basierter Steuerungstechnik müssen derzeit ihre Positionierung überdenken und versuchen mit immer breiterem Angebot als Lösungsanbieter aufzutreten. Häufig mangelt es dann an Zeit und Ressourcen, um die aus Kundensicht erforderliche Integration durchzuführen - für Gründer und Geschäftsführer Gerhard R. Bachmann eine nicht akzeptable Situation. Im Interview mit dem A&D NEWSLETTER schildert er,wie die Bachmann Electronic GmbH strategisch und praktisch dieses Problem vermeidet.
Wie positioniert sich Bachmann?
Bachmann: Unser Betätigungsfeld ist die Automatisierungstechnik, wobei wir uns in diesem Gebiet als Steuerungsspezialist positionieren. Unser Kernprodukt ist die PC-basierte ‚M1‘-Steuerung, die für die Bewältigung anspruchsvoller Aufgabenstellungen ausgelegt wurde. Für den Kunden entscheidend ist, dass wir generell innovative Produkte anbieten, bei deren Entwicklung besonderes Augenmerk auf Funktionalität, Leistungsfähigkeit und Langlebigkeit gelegt wurde. Wenn wir von innovativen Produkten sprechen, meinen wir nicht, dass wir Innovation als Selbstzweck vorantreiben, sondern dass aktuelle Standards - viele davon kommen aus der PC-Welt - von uns auf ihre Eignung für den Einsatz in der Automatisierungstechnik untersucht und ggf. adaptiert werden. Unser Anspruch ist es, höchste Performance, bestes Handling und innovative Funktionalität in einem stabilen Produkt zu vereinen.Damit eignen sich unsere Steuerungen grundsätzlich für alle Branchen, in denen anspruchsvolle Steuerungsaufgaben zu bewältigen sind.
Wie weit geht bei Ihnen der Systemgedanke?
Bachmann: Alle Anbieter reden von Systemen und verstehen darunter, dass sämtliche Komponenten, die für die Lösung der Automatisierungsaufgabe benötigt werden,Teil des Portfolios sind und dass im Unternehmen das dafür erforderliche Know-how vorhanden ist. Unserer Auffassung nach, und dass ist das Unterscheidungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb, reicht es nicht aus, die erforderlichen Komponenten im Produktangebot zu haben, sondern das Unternehmen muss in der Lage sein, die Einzelteile so zu integrieren, dass der Kunde nicht ahnt, dass es sich eigentlich um unabhängige Komponenten handelt. Bei uns geht diese Integration so weit, dass wir z.B. CAN-Feldbuskomponenten anderer Hersteller in unserem zentralen Programmier-, Informations-, Handlingund Konfigurationssystem ‚ CAN-Manager‘ so eingebunden haben, dass die einzelnen CAN-Komponenten wie Steuerungskomponenten aus unserem Hause behandelt werden und der Anwender sich deren Anordnung und Parametrierung anzeigen lassen kann. Wir denken, dass wir mit solchen Ansätzen richtig liegen.
Ihnen geht also die Integrationsarbeit vieler ‚Systemanbieter‘ nicht weit genug?
Bachmann: Das Thema ist eigentlich die umfassende und tiefgreifende Vernetzung nicht nur der Feldbuskomponenten, sondern auch der Steuerung mit dem Bedienterminal und dem Fabriknetz bis hin zum Internet. Um dieses Problem zu lösen, haben wir frühzeitig auf OPC gesetzt und die Entwicklung aktiv vorangetrieben. Auch hier bieten wir dem Anwender die Möglichkeit, dass er Komponenten anderer Hersteller standardisiert und transparent an unser System ankoppeln kann, ohne Kompromisse z.B. in Hinblick auf die Geschwindigkeit eingehen zu müssen. Es kommt immer wieder vor, dass Anbieter ihre Produkte als Ethernet-fähig bezeichnen, obwohl sie ihr Produkt nur mit einer RJ45- Buchse ausgestattet haben, während die erforderliche Software über Jahre hinweg nicht verfügbar ist. Hier im Vorfeld für die Software zu sorgen, die den transparenten Zugriff auf die einzelnen Funktionen erlaubt, ist aber die eigentliche Aufgabe des Systemanbieters. Wir gehen einen Schritt weiter und unterstützen nicht nur die Anbindung von Visualisierungssoftware über OPC, sondern stellen den Kunden fertige ActiveX-Komponenten z.B. für die Sprachumschaltung, grafische Auswertung oder Datensatzverwaltung zur Verfügung. Diese Technologie verhindert, dass der Kunde sich mit Dingen auseinandersetzen muss, die außerhalb seiner Kernkompetenz liegen, und stellt gleichzeitig sicher, dass einmal entwickelte Module wirklich kompatibel sind und meist unverändert oder mit nur geringem Aufwand wieder verwendet werden können.
Sie setzen also auf Technologieführerschaft als Erfolgsrezept?
Bachmann: Wir definieren Technologieführerschaft sehr pragmatisch als die frühzeitige Evaluierung von neuen PC-Technologien. Wir sorgen dann dafür, die geeigneten innovativen Technologien in die Automatisierungspraxis überzuführen, so dass der Kunde diese in seinen Maschinen verlässlich einsetzen kann. Die Anforderungen der Applikation geben also die Richtung vor und nicht die momentane Verfügbarkeit von Komponenten.
Muss ein Technologieführer die Wünsche der Kunden vorausahnen, um diesen Anforderungen entsprechen zu können?
Bachmann: Die Erfahrung der letzten 30 Jahre hat immer wieder gezeigt, der Kunde will immer das Beste und Schnellste wenn es nicht mehr kostet. Wir können in der Regel die Forderungen ziemlich genau vorhersagen.Wir wollen dem Kunden dabei keine Technologie aufschwatzen oder mit Schlagworten blenden. Die missbräuchliche Verwendung des Begriffs Echtzeitfähigkeit ist hier ein Beispiel,wie es nicht sein sollte.Wenn wir dagegen sagen, unsere Steuerungen erfüllen diese Anforderungen, dann gilt dies bedingungslos und nicht nur unter Einschränkungen. Ein anderes Beispiel ist das bereits erwähnte Thema Ethernet. Hier besteht die von uns beanspruchte Technologieführerschaft in der Tatsache, dass sämtliche Funktionen vollständig zur Verfügung stehen,was eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Die kompromisslose Umsetzung ist wesentlich für unseren Erfolg auf dem Markt.
Wie bringen Sie dem Kunden die Vorteile Ihrer Technik nahe?
Bachmann: Unser Vertrieb argumentiert über die Technik. Alle Vertriebsmitarbeiter sind Diplomingenieure und verstehen die Automatisierungstechnik bis ins Detail. Dabei ist uns klar, dass sich der Kunde bewusst ist, dass die Wahl einer falschen Steuerungslösung für ihn schwerwiegende Folgen haben kann,wenn die Steuerungstechnik ein zentrales Element seines Prozesses bzw. seiner Maschine ist. Dieses Wissen erleichtert ihm nicht unbedingt die Selektion der richtigen Steuerung. Die Situation lässt sich mit der Personalsuche vergleichen: Das Vorstellungsgespräch kann vielversprechend sein und die Person als die Richtige erscheinen lassen, erst später wird unter Umständen klar, dass die Wahrheit anders aussieht. Es gibt keine zuverlässige Möglichkeit, das im Vorfeld abschließend zu beurteilen. Selbst wenn der Kunde Testverfahren bzw. eine Evaluierungsphase zur Bewertung der alternativen Steuerungslösungen nutzt, liegen nicht alle Daten vor oder kann die Konfiguration nicht in ihrer letzten Ausprägung bzw. Integrationsgrad untersucht werden. Ein Grund liegt darin, dass sich ein reales System als Ganzes in der Regel anders verhält als die Summe der Einzelteile. Wenn sich eine Kunde allerdings die Mühe macht, unsere Produkte zu testen und nicht nur einfach auf den bekannteren Anbieter setzt, haben wir den Auftrag so gut wie in der Tasche. Wir geben einem potentiellen Interessenten gerne unsere Kundenliste, um sich unabhängig informieren zu können. Er kann sich an beliebige Kunden wenden, die in der Regel gerne und mit Stolz umfassend aus der Praxis berichten.
Ist der Preis für Ihre Kunden ein nachrangiges Kriterium?
Bachmann: Letztendlich entscheidet der Kunde bei anspruchsvollen Aufgaben auf der technischen Ebene, zusätzliche Kriterien sind natürlich die Beratung und Unterstützung, die er von uns erhält. Es wäre allerdings illusorisch zu meinen, dass der Preis bei der Kaufentscheidung keine Rolle spielen würde. Wir müssen uns schon mit den Anbietern von Low-Cost-Steuerungen und entsprechenden Komponenten auseinandersetzen, da bei der Ausstattung von Maschinen häufig der Preis das kaufentscheidende Kriterium für die Anschaffung, ist und nicht die Kosten, die später im Lebenszyklus einer Maschine entstehen. Da die von uns garantierte Langzeitkompatibilität sowie nahtlose Integration hohe Investitionen auf unserer Seite erfordert, können wir nicht immer über den Preis argumentieren. Der Einstieg bei Neukunden erfordert daher mehr Überzeugungsarbeit. Haben wir einen Kunden von unseren Leistungen überzeugt, bleibt er uns langfristig als begeisterter Partner erhalten: Voraussetzung ist allerdings, dass wir schon sehr früh in der Entscheidungsphase den Kunden von den Vorteilen unserer Produkte und unserer Expertise überzeugen können. Ist nämlich erst einmal eine Entscheidung gefallen, sind damit Fakten geschaffen, die es dem Kunden fast unmöglich machen, einen eingeschlagenen Weg zu verlassen, selbst wenn sich herausstellt, dass er in die falsche Richtung führt. Eine zweite Chance ergibt sich in der Regel erst Jahre später, wenn er eine neue Maschinengeneration plant. Bis er dann eine neue Technologie serienmäßig einsetzt, vergehen allerdings oft noch weitere Jahre.
Wie steht es mit der Akzeptanz von PC-Technik in der Steuerungswelt?
Bachmann: Die Kunden wollen eigentlich alles, für das der PC symbolisch steht:Vernetzung, Flexibilität,Durchgängigkeit, Standards. Die Übernahme und Adaption von Standards und Produkten aus der PC-Welt für die Automatisierung ist ein naheliegender Weg, schnell leistungsfähige Lösungen für diesen Markt bereitstellen zu können, die genau diese Merkmale aufweisen. Ein blindes Übernehmen ist dabei aber nicht die Richtung, die wir einschlagen: Wir übernehmen oder adaptieren PC-Technologien und Standards da,wo dies unter den besonderen Anforderungen der Automatisierungstechnik sinnvoll ist, für den Rest müssen eigene Lösungen gefunden werden. So ist unsere Steuerung aus Stabilitätsgründen wie eine konservative Steuerung aufgebaut. Allerdings voll High-Tech, die vom Prinzip ein voll PC-kompatibles System darstellt, um von den Vorteilen der PC-Welt profitieren zu können. An der Innovation, die in der PC-Welt stattfindet, können wir so teilhaben, leiden aber nicht unter den Nachteilen. Wir haben für unsere Steuerungen die denkbar kompakteste Form gewählt, andere wählen die Bauform eines klassischen PCs.Gemeinsam ist beiden Ansätzen, dass sie PC-kompatibel sind, unterscheiden sich jedoch meistens durch die Wahl des Betriebssystems.
Leiden Sie unter dem negativen Image von Soft-SPSen?
Bachmann: Im Allgemeinen wird unter Soft-SPS ein Programm verstanden, das auf einem handelsüblichen PC läuft und die Funktionalität einer SPS bietet.Der Knackpunkt bei diesem Ansatz ist aber, dass die Funktion einer Soft-SPS in dieser Konstellation z.B. durch andere Programme des PCs beeinträchtigt werden kann und daher die erforderliche Echtzeitfähigkeit schnell verloren geht.Das Problem ist dabei nicht, das die SPS-Funktionalität mit Software abgebildet wird, sondern auf welcher Plattform bzw. Umgebung die Software ausgeführt wird. Speziell entwickelte Einsteckkarten oder unsere PC-basierte Steuerung leiden nicht unter dieser gegenseitigen Beeinflussung, wie wir mit unseren Systemen laufend beweisen.Der Aufwand für so eine Entwicklung ist allerdings erheblich. Ein handelsüblicher PC mit einem speziellen oder gar einem Standard-Betriebssystem, der Visualisierung-, Antriebs- und gleichzeitig Steuerungsfunktionen übernimmt, indem einfach eine entsprechende Software aufgespielt wird, bleibt Vision.Dafür müsste ein Anwender in der Tiefe die gesamte Hard- und Software beherrschen, um wichtige Teile wie z.B. Betriebssystem, BIOS,Treiber etc. aufeinander abzustimmen, sofern er sich nicht durch Zukauf bedingte, unlösbare Probleme einhandelt.
OPC ist ein Beispiel für die erfolgreiche Adaption von PCStandards. Wie beurteilen Sie den Reifegrad von OPC?
OPC hat breite Unterstützung in der Automatisierungstechnik gefunden und kommt erst jetzt richtig zum Tragen.Viele Steuerungs- und Visualisierungshersteller unterstützen diesen Standard.Der Maschinenhersteller wird das nun Erreichte erst einmal beibehalten, auch wenn der Preis dafür zu bezahlen ist, dass nicht immer die neuesten Betriebssystemprodukte von Microsoft eingesetzt werden können. Ich gehe davon aus, dass die Blütezeit von OPC mindestens fünf weitere Jahre anhalten wird. Allerdings wird OPC von Microsoft nicht mehr favorisiert. Alle Anbieter, die OPC unterstützen, haben jetzt das Problem, dass im gewissen Grade die Plattform stirbt. Insofern hat OPC seinen Höhepunkt erreicht.
Sie haben angekündigt, Java in die Steuerungswelt einführen zu wollen.Was ist schon erreicht?
Bachmann: Wir sehen Java als gemeinsame Basis für Steuerungs- und Visualisierungsaufgaben, die zudem auf nur einer CPU ausgeführt werden können, wenn dies aus Leistungsgründen möglich ist. Java wird von einer ständig wachsenden großen Zahl von Programmierern verstanden. Zu erwarten, dass Java bald in der Steuerungswelt in größerem Umfang Einzug hält, ist allerdings nicht realistisch. Hier machen die Ingenieure gerade erst den Schritt weg von der SPS-spezifischen Programmiersprache hin zur Hochsprachenprogrammierung in C/C++. Wir werden in unsere Steuerung in Kürze zusätzlich zum bereits integrierten http-Server eine Virtual-Maschine hinzufügen.Wollen wir dem Ruf als Technologieführer auch weiterhin gerecht werden,müssen wir natürlich frühzeitig neue Technologien auf ihre Tauglichkeit für die Automatisierungstechnik prüfen.
Seit einiger Zeit bieten Sie auch Visualisierungslösungen auf IPC-Basis an.Wie passt das in Ihre Strategie, Steuerungsspezialist zu sein?
Bachmann: Die IPC-Produkte sind in enger Verbindung mit unseren Steuerungen als Abrundung des Angebots zu sehen,weil die Visualisierung so am elegantesten zu lösen ist. Wenn der Kunde sich selbst um eine Visualisierungslösung kümmert, hat er wieder das Problem der Inkompatibilitäten da ja nicht jeder Parameter genormt ist. Wir haben uns in Anbetracht dieser Schwierigkeiten entschlossen, auch auf diesem Gebiet die Hardware und die erforderliche Software selbst anzubieten, um auch in diesem Bereich dafür sorgen zu können, dass die Visualisierung mit wenig Aufwand problemlos funktioniert. Wir übernehmen die Integrationsarbeit, sorgen für Kompatibilität und Langzeitstabilität sowie Langzeitlieferfähigkeit.
Bachmann ist stark auf den deutschsprachigen Raum fokussiert. Denken Sie daran, Ihre Präsenz auszudehnen?
Bachmann: Deutschland ist in Hinblick auf die große Zahl von Maschinenherstellern der attraktivste Markt für Steuerungsanbieter. Diese OEM-Kunden wünschen sich einen direkten und einfachen Kontakt zum Entwickler. Neben der gleichen Muttersprache hilft hier die räumliche Nähe:Mit dem Pkw sind wir in ein paar Stunden beim Kunden. Darüber hinaus unterhalten wir in Bochum ein hochkaratisches technisches Büro.Unser wichtigster Absatzmarkt ist zweifellos der deutschsprachige Raum mit deutlichem Fokus auf Deutschland: Etwa 90% des Umsatzes erzielen wir in Deutschland, den Rest in Österreich und der Schweiz. Seit Kurzem sind wir in den Benelux-Staaten über einen Kooperationspartner vertreten. Die Fortschritte dort sind äußerst vielversprechend.Weitere Partnerschaften dieser Art sind derzeit nicht geplant, sind aber nicht ausgeschlossen.
Ihre Kunden sind häufig international vertreten. Übt das nicht doch Druck auf Sie aus, auch global Niederlassungen zu unterhalten?
Bachmann: Der Maschinenhersteller kann aufgrund unserer Struktur und Größe direkten Kontakt mit unserer Entwicklungscrew aufnehmen und muss nicht erst den Weg über diverse Vertreter oder Landesniederlassungen nehmen, die das Wissen verwässern und den Zugriff verzögern.Der Endkunde will zwar gerne eine Bachmann-Niederlassung in seiner Nähe haben.Oft kennt der Seuerungshersteller die Maschine respektive den Prozess nicht so gut wie der Maschinenhersteller, somit muss der Maschinenhersteller immer vor Ort sein und bei einer servicekomfortablen Steuerung benötigt es hierzu den Steuerungshersteller nicht. Im Notfall fahren selbstverständlich unsere Spezialisten sofort zur Unterstützung zum Endkunden. Ausserdem treiben wir für die Zuverlässigkeit bzw. Qualität unserer Steuerungen enormen Aufwand.Das heißt,wenn eine Maschine steht, können der Maschinenhersteller und der Endkunde mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass nicht die Steuerung die Ursache des Stillstands ist. Das Verhalten der Endkunden gründet daher wohl eher auf der vermeintlichen Sicherheit, die eine Niederlassung bietet, auch wenn von dort aus beim Eintreten eines Problems mit der Maschine kaum Hilfe geleistet werden kann. Hier ist der Einsatz von Fernwartungssystemen wie die Vernetzung der Steuerung über das Internet viel effektiver. Wir haben daher Diagnosemöglichkeiten geschaffen, die auch unseren Maschinenbaukunden in Deutschland zugute kommen. Er spart sich viele Servicekosten, da er direkt in seinem Stammhaus die Maschinen weltweit diagnostizieren und dem Endkunden so auch aus der Distanz helfen kann.
Welche Umsatzentwicklung sieht Ihr Plan für das laufende Geschäftsjahr vor?
Bachmann: Für 2002 gehen wir in unseren Planungen davon aus, dass wir ein leichtes Wachstum erzielen werden, reale Prognosen sind schwer. Natürlich können wir uns nicht vollständig von der Konjunktur abkoppeln, sodass sich diese Ziele nur erreichen lassen,wenn die wirtschaftliche Entwicklung bis zum Jahresende eine konjunkturelle Aufhellung bringt. Aus den Zahlen für Dezember und Januar lässt sich aber ein Trend noch nicht ablesen, da dies saisonal die schwächsten Monate sind. Prinzipiell leiden wir nicht so stark unter der gegenwärtigen wirtschaftlichen Situation,weil wir ständig neue Kunden unterschiedlichster Branchen akquirieren können, was Einbrüche bei anderen Kunden auszugleichen hilft. Zusätzlich ist ein zeitlicher Abstand zwischen Design-In und Serienfertigung bei unseren Kunden von bis zu zwei Jahren zu beobachten, sodass hier eine Verzögerung sich nicht direkt im Umsatz auswirkt. Auf den Rückgang im Umsatz im letzten Jahr reagieren z.B. die Maschinenhersteller laufend mit Produktionskapazitätsanpassung. So sieht die nähere Zukunft für die Steuerungs- und Antriebsbranche eher bescheiden aus. Allerdings soll es eine positive Entwicklung beim book-to-bill-Verhältnis bei den Maschinenherstellern. Das bereits im zweiten Quartal eine grundlegende Besserung eintritt, ist allerdings wohl eher Wunschdenken. (jr)
Abb. 1:„M1-Steuerung“ Abb. 2:„optimale Skalierbarkeit der Leistung“ Abb. 3:Terminal für abgesetzte Lösungen Abb. 4:Der neue schlanke Industrie-PC |
| |
|
 |
|