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| Architektur des entwickelten Test-Tools |
EffizienzsteigeÜbersicht: Bei Produkten der Investitionsgüterindustrie handelt es sich um intelligente Geräte, deren Funktionalität zum Großteil durch Software erbracht wird. Dies ist eine Folge von Anforderungen nach erweiterten neuen Funktionen, nach Dezentralisierung sowie hoher Flexibilität. Solche Geräte besitzen heute wie beispielsweise Servoantriebe oft mehrere 100 unterschiedliche Parameter, durch welche die Gerätefunktionalität eingestellt werden muss. Die Hersteller bieten dazu tragbare Programmiergeräte sowie sehr oft PC-basierte Bedien/Konfigurations-Tools an, die über unterschiedliche Schnittstellen mit dem Gerät in Verbindung stehen können. Diese Tools sind Teil des Gesamtsystems, ohne die eine Bedienung bzw. Konfiguration nicht erfolgen kann. Aus diesem Grund muss nach Abschluss der Entwicklung im Rahmen des Funktionstests nicht nur das Gerät selbst, sondern auch das Zusammenspiel von Bedien-/ Konfigurations-Tool samt Gerät umfassend überprüft werden. Jede Änderung bzw.Weiterentwicklung, zum Beispiel wegen unvermeidbarer Modifikationen der Spezifikation, sowohl des Bedien-/ Konfigurations-Tools als auch des Geräts macht aufgrund möglicher Wechselwirkungen einen erneuten Test aller Funktionen, also nicht nur der hinzugefügten oder abgeänderten, erforderlich. Dabei handelt es sich in der überwiegenden Mehrzahl um bereits schon vorhandene Testfälle. Deshalb wird die Testautomatisierung zur Durchführung von Regressionstests wirtschaftlich besonders interessant. Jedoch erschweren zwei Probleme den Unternehmen aus der betrachteten Branche, vor allem den KMU, die Nutzung dieses erheblichen Einsparpotenzials: Neben der unzureichenden Integration geeigneter Testmethoden gibt es für den integrierten Test, der sowohl das mecha- tronische Gerät als auch das Bedien-/ Konfigurations-Tool mit einbezieht und insbesondere die spezifikationskonforme Bedienfunktionalität berücksichtigt, aktuell keine zufrieden stellenden Lösungsansätze. Vor allem in KMU der Investitionsgüterindustrie besteht bei der Integration von Testprozessen in den Produktentwicklungsprozess erheblicher Handlungsbedarf. Aufgrund der Heterogenität der Produkte dieser Branche benötigt jedes Unternehmen eine individuell auf die Produktstruktur und Entwicklungsorganisation zugeschnittene Qualitätssicherung und dafür eine geeignete Einführungsstrategie zur Integration neuer Testmethoden und -Tools in die Entwicklungsabteilungen. Ergebnisse: Innovatives Ziel des Projekts ATTEST ist es, eine KMU-gerechte, bedarfsorientierte Testautomation zur Beherrschung der Testkomplexität zu ermöglichen und dadurch ein hohes Niveau der Wettbewerbsfaktoren Qualität und Funktionszuverlässigkeit bei angemessenem zeitlichem und organisatorischem Aufwand sicherzustellen. Dazu werden die Testprozesse ausgewählter Unternehmen analysiert und im Licht der Anforderungen einer automatisierten Testdurchführung bewertet. Auf Basis dieser Arbeiten wird ein Leitfaden zur Effizienzsteigerung des Testprozesses und zur Erhöhung der Testautomatisierung erstellt. Ferner wird die Architektur eines modularen und flexibel an geräteabhängige Schnittstellen anpassbaren Test-Tools spezifiziert sowie prototypisch implementiert und erprobt (Abb.). Das Test-Tool wird durch die Bereitstellung entsprechender Schnittstellen sowohl die Prozessschnittstelle (Lower Tester) als auch die Bedienschnittstelle (Upper Tester) den automatisierten Test der Gesamtkonfiguration aus Gerät und Bedien-/Konfi- gurations-Tool ermöglichen. Anwendungsreife: Im Rahmen des Projekts wird ein Demonstrator bestehend aus Industriekomponenten erstellt. Dieser soll als Grundlage für die Evaluierung und Demonstration der Projektergebnisse dienen. Vollbeitrag als PDF |
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