Die Projektierung von Leitsystemen ist bei einer hohen Anzahl von Datenpunkten eine zeitaufwendige und fehleranfällige Aufgabe. Eine heterogene MSR-Ebene erschwert diese Arbeit zusätzlich. In den meisten Fällen ist die Projektierung heute noch echte Handarbeit. Das Ergebnis dieser Art von Projektierung sind häufig inkonsistente Datenmodelle, die zu langen Inbetriebnahmezeiten und nur schwer pflegbaren Systemen führen. Deshalb wurde ein objektorientierter Ansatz zur automatisierten Projektierung gewählt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der Projektierer kann sich voll auf seine technologische Aufgabe konzentrieren und der gesamte Projektierungsvorgang wird schneller und sicherer. Änderungen und Erweiterungen lassen sich auf einer höheren Ebene realisieren und beein- flussen nicht die Parametrierung der technologischen Objekte.
Fazit
Komplexe Leitsysteme, mit vielen Datenpunkten und/oder mit einer unterlagerten heterogenen MSR-Ebene, können kostengünstig durch den Einsatz von Standard-Leitsystemsoftware realisiert werden. Dies gelingt aber nur, wenn durch ein geeignetes Verfahren sichergestellt wird, dass die Projektierung systematisch und weitestgehend automatisiert erfolgt. Das für das Leitsystem DESix entwickelte Projektierungswerkzeug bietet dem Anwender eine objektorientierte, auf seine Problemstellung angepasste Sicht, die die unterlagerte Leitsystemsoftware kapselt und vor ihm versteckt. Es gestattet eine effiziente Arbeitsteilung zwischen Systemintegrator und Projektierer. Die bisherigen Projekterfahrungen haben gezeigt, dass mit diesem Ansatz auch Großprojekte beherrschbar sind und im Betrieb auch bleiben. |
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