Lichtwellenleitersysteme (LWL) setzen sich aufgrund des gestiegenen Bandbreite- und Geschwindigkeitsbedarfs in der Industrieautomatisierung immer weiter durch. Allerdings gestaltete sich bislang die Inbetriebnahme von fertig installierten Systemen aufgrund des aufwendigen, manuellenEinmessens der Lichtwellenleiter-Strecken sehr zeitund damit kostenaufwendig. Ebenso war speziell geschultes Personal zur Auswertung der Messprotokolle notwendig. Durch die auf die optische Datenübertragung zugeschnittene Streckendiagnose bei Interbus wird dieser Zeit- und Personalaufwand auf ein Minimum reduziert. Das Expertenwissen wurde in eine benutzerfreundliche Software implementiert, das System selbst übernimmt die Messung. Außerdem erfolgt die Diagnose online im laufenden Betrieb. Auch langsame Veränderungen von Kabeloder Kopplerdämpfungen durch mechanische Beanspruchung oder Verschmutzung werden, bevor systemkritische Grenzwerte erreicht sind, diagnostiziert. Diese Diagnostik reduziert Inbetriebnahmezeit und -kosten und sichert hohe Betriebsmittelverfügbarkeit.
Fazit
Optische Diagnose, bestehend aus Lichtleistungsregelung, Streckenlängenmessung sowie qualitativer Bewertung der Übertragungsstrecke, vereinfacht die Installation sowie Inbetriebnahme von Interbus-Systemen mit optischer Datenübertragung. Der Messaufwand wird auf einen Knopfdruck reduziert, die Bewertung der Messergebnisse ist auch für den Nicht-Fachmann verständlich. Es steht ein Werkzeug zur Verfügung, mit dem die optische Datenübertagung ebenfalls online im Busbetrieb ohne Einschränkungen beim Nutzdatenverkehr überwacht werden kann. So wurde eine Technik einfacher, handhabbarer und nicht zuletzt auch kostengünstiger, die für die Zukunft aufgrund des steigenden Bandbreitenbedarfs und den damit verbundenen EMV-Anforderungen auch im industriellen Automatisierungsumfeld eine immer größere Rolle spielen wird. |
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