| Bei zahlreichen Fertigungsanlagen mit durchlaufenden Bahnen in der Metall-, Kunststoff- und Textil-, Papier- und Druckindustrie werden angetriebene oder nicht angetriebene Walzen als ‚Klemmstellen‘ für den Bahntransport oder die Bahnführung benötigt. Bisherige Prozessmodelle berücksichtigen den Einfluss solcher Klemmstellen ausschließlich bei so genanntem Dehnschlupf der Bahn innerhalb der Klemmzone. Gleitschlupf, d.h. ein ‚Durchrutschen‘ der Bahn auf einer Walzenoberfläche, ist aber vor allem im Falle von Leitwalzen, nicht auszuschließen oder aus technologischen Gründen sogar un-vermeidbar. Folgende Gründe führten zu einer genaueren Untersuchung von Klemmstellen mit Gleitschlupf: Bei Offset-Rollenmaschinen für den Illustrationsdruck besteht die Vermutung, dass Transport- und Leitwalzen bei Gleitschlupf zu bleibenden Schnittregisterfehlern führen. Im Falle von Drahtziehmaschinen liegt bisher nur ein Prozessmodell vor, das Dehnschlupf auf den Ziehscheiben voraussetzt. Das Ziehen von Nichteisen-Materialien erfolgt jedoch in einem flüssigen Medium bei Gleitschlupf, so dass auch hier eine Lücke zu schließen ist. Im Forschungsvorhaben wurde der stationäre und dynamische Einfluss von Klemmstellen im Zustand des Gleitschlupfes auf Zugkraft und Dehnung der laufenden Bahn sowie auf die Registerlage gedruckter Information zunächst theoretisch und simulativ behandelt, wofür ein Dreiwalzensystem nach Abb.13 gewählt wurde. Die Richtigkeit der Ergebnisse wurde durch detaillierte Versuche an einer Rollen-Offsetdruckmaschine bewiesen. Vollbeitrag als PDF |
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