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| Dipl.-Ing. (BA) Martin Jetter ist CEO der Jetter AG in Ludwigsburg. |
Aktuelle Entwicklungen in der Automatisierungstechnik bringen es mit sich, dassHardware immer austauschbarer wird. Soft-SPS-Steuerungen, Ethernet-Kommunikation und Internettechnologien sind in hohem Maße standardisiert. Auch bei den PC-Betriebssystemen gibt es wenige Varianten. Echtzeitkerne werden vom Anwender nicht wahrgenommen, von deren tadelloser Funktion geht man aus und der Hersteller desselben ist uninteressant. Daraus ergibt sich eine Konzentration auf die Programmierung und das Zusammenspiel der Funktionalitäten Steuern, Antreiben, Bedienen, Visualisieren und Daten verwalten.
Je komplexer Steuerungsprojektewerden, umso eher kommen moderne Softwaretechnologien aus der IT-Welt zum Tragen. Viele Anwender der IEC 61131-3 verwenden nahezu ausschließlich den Strukturierten Text. Diese ist aus dem Portfolio der IEC-Sprachen den aktuellen Anforderungen der Automatisierungstechnik am besten gewachsen. Programme bestehen in der Zwischenzeit zu einem großen Teil aus Datenmanagement. Hochsprachen sind hierfür am besten geeignet, da sie entsprechende Befehle, Funktionen und Strukturen mitbringen. Die Programmierung in der Automatisierungstechnik wird sich immer stärker in Richtung prozessorientiertes Programmieren, grafische Darstellung und Objektorientierung entwickeln. Denn nur mit diesen Mitteln ist es möglich, derart komplexe Prozesse zu beschreiben, wie dies mehr und mehr in der Automatisierungstechnik erforderlich ist. Da die Innovationszyklen der Automatisierungstechnik deutlicher länger sind als die der IT-Welt, ist dies ein Prozess, der über viele Jahre geht.
Der zweite wesentliche Punkt ist die Integration. Noch viel zu häufig bieten Steuerungshersteller Ihren Kunden ein Sammelsurium unterschiedlichster Tools, Sprachen und Schnittstellen. Ein Tool mit einer Programmiersprache für die gesamte Programmierung, Inbetriebnahme und Wartung, inklusive der kompletten Antriebstechnik bis hin zur Bahnsteuerung; ein zweites Tool für die Aspekte Visualisieren, Datenbankmanagement und Alarm-Handling und das Ganze mit einer gemeinsamen Datenbasis. Dies ist aus unserer Sicht eine optimale Softwarestruktur, bei der sich der Anwender auf den Prozess konzentrieren kann und nicht auf die Handhabung der Software. Vollbeitrag als PDF |
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