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| Dipl.-Ing. Uwe Hünichen ist Key Account Manager bei der Iconics Germany GmbH in Neu-Ulm. |
Die in vielen industriellen Branchen eingesetzten Scada-Systeme müssen mit anderen Systemen kommunizieren. Es kann sich dabei um die Scada- Software eines Nebengewerks, ein überlagertes ERP-System, eine Datenbank oder eine BDE handeln. Die Verbindung der Systeme erfolgt in den meisten Fällen einmalig und individuell. Was in der Windows-Welt noch funktioniert, ist auf der PC-Ebene eine Herausforderung, wenn die Systeme nur über inkompatible Schnittstellen verfügen.
Innerhalb der weiten Scada- Welt zeichnet sich jetzt verstärkt ein Trend für den Ausbau der Durchgängigkeit ab. Ziel ist, mit vertikaler und horizontaler Integration die immer noch bestehenden Distanzen zwischen Systemen und Funktionen zu reduzieren, so dass in Maschinen und Anlagen Anbindungen an übergeordnete Systeme einheitlich bedient und projektiert werden können.
Es müssen Lösungen auf verschiedenen Plattformen und Ebenen zur Verfügung stehen, die dem Systemintegrator eine einheitliche und gewohnte Konfigurationsumgebung bieten. Das beginnt bei der einfachen Maschinenvisualisierung für den Serienmaschinenbau aufWin-CEBasis, die direkt aus der Projektierungsumgebung der größeren Anlagenvisualisierung erstellt wird und in der Projektierung weitgehend kompatibel ist. Mittels einer durchgängigen Datenverbindung zwischen Maschinenund Anlagenvisualisierung kann man Daten mit geringen Projektierungsaufwänden einfach zusammenfassen.
OPC als standardmäßige Kommunikationsbasis erleichtert auch anderen Systemen den Zugriff auf eigene Daten: Auf ein Alarmsystem wird über OPC-Alarm&Event, auf das Trend- und Historiensystem über die OPC-HDA und auf Online- Daten sowie interne Merker über OPC-DA zugegriffen. Das gleiche gilt für den Einsatz von Standarddatenbanken für Alarm und Trenddaten, die auch hier eine bessere Integration des Scada-Gewerkes in das übrige Umfeld ermöglichen. Abgerundet wird der durchgängige Ansatz durch eine einfache und in der Bedienungsphilosophie konsistente Anbindungsmöglichkeit der Maschinen- und Anlagendatenebene an übergeordnete Systeme. Die Umstellung auf die Microsoft .NET-Technologie führt zu einer weiter verbesserten Konnektivität, etwa durch Webservices als Schnittstelle. Auf der horizontalen Ebene, in der Funktionsbreite eines Scada-Systems, sollten konsequent alle Funktionskomponenten auf die volle Verfügbarkeit im Webbrowser getrimmt werden. Webfähige Anlagenbilder inklusive Alarm- und Trendsystem runden ein Scada- Projekt ab, ebenso ein webfähiges Report-Tool.
Abgeschlossen werden kann die vollständige Webintegration des Scada-Projektes durch ein Automatisierungs-Webportal, das den Ansatz des papierlosen Automatisierungsarbeitsplatzes erfüllt. Hier können neben den Anlagenbildern weitere flankierende Informationen wie Dokumentationen, Aufgabenlisten oder Kalender in einer Oberfläche vereinigt und jeder Nutzergruppe angeboten werden, die sich dort im Portal einloggt und ihre individuelle Sicht auf die Anlage und die Daten benötigt. Vollbeitrag als PDF |
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