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| Dipl.-Ing. Rahman Jamal ist Technischer und Marketing-Direktor bei National Instruments Germany, München. |
Wer in den Bereichen Prüfstandsautomation, Produktion oder allgemeine Automatisierungstechnik die Mess- und Prüftechnik integrieren will, muss sich üblicherweise mit einer Vielzahl von Engineering Tools und unterschiedlichsten Terminologien herumschlagen, um den Datenfluss zwischen der Sensor-/Aktorebene, der Steuerungs- und Datenvorverarbeitungsebene und dem Informations-Management zu gewährleisten. Darüber hinaus sind Applikationen aus diesen Bereichen in den seltensten Fällen streng homogen aufgebaut. In der Regel kommt eine Vielzahl von Subsystemen aus den unterschiedlichsten Disziplinen zum Einsatz. Daten werden schnell oder langsam, lokal oder verteilt erfasst, Aktoren müssen angesteuert, Kamerabilder ausgewertet werden. Steuerungen und deterministische Regelungen werden genauso wie Visualisierungen, Auswertungen und Datenbankanbindungen in Software implementiert.
Die Messtechnik beschränkt sich jedoch nicht nur auf die oben genannten Bereiche, sondern spielt von der Ideenfindung bis zum fertigen Produkt eine maßgebliche Rolle. Sie ist überall zu finden: in der Forschung und Entwicklung einschließlich der Simulation und Modellbildung, ebenso in der Produktion und Qualitätsprüfung und auch beim Service und der Wartung. Für den Anwender jedoch, der sich irgendwo innerhalb dieser Wertschöpfungskette befindet - sei es in der Designphase, in der Entwicklung oder gar in der Produktion - steht primär seine Applikation im Mittelpunkt. Sein Augenmerk richtet sich nicht auf die technischen Features eines vom Hersteller angebotenen Tools, sondern in erster Linie auf die Lösung seiner Problemstellung. Seine Applikation wird zwar gerne von Herstellern in unterschiedliche Kategorien wie beispielsweise Automatisierung, Messtechnik, Bildverarbeitung, Motorensteuerung, etc. eingeteilt, aber die Realität zeigt, dass es sich bei vielen der in der Praxis eingesetzten Anwendungen um so genannte Mischanwendungen handelt. Die Schnittstellen zwischen den eben genannten Bereichen verursachen enorme Kosten und einen sehr hohen Integrationsaufwand. Hier gilt es, die Übergänge an den Schnittstellen zu glätten und den unnötigen Anpassungsaufwand zu minimieren. Darüber hinaus fordert der Anwender das optimale Zusammenspiel von verschiedenen Abteilungen, Daten- und Informationsflüssen und Werkzeugen sowie eine Durchgängigkeit vom Produktdesign über die Entwicklung und Produktion bis hin zum Vertrieb und Support. Marktuntersuchungen zufolge sind gerade beim Engineering Kostensenkungen von bis zu 50 Prozent möglich.
Gerade hier hat die PC-orientierte Mess- und Prüftechnik mit ihren nahezu grenzenlosen Anbindungsmöglichkeiten an die reale Welt als treibende Kraft in viel stärkerem Maße als bisher zur Verschmelzung des Zyklus „Design - Entwicklung - Produktion“ wesentlich beigetragen. Diesen Wandel hat ‚LabVIEW‘ seit seiner Vorstellung in den 90er Jahren geprägt und gilt heute als wegweisende Softwareplattform im gesamten Entstehungszyklus eines Produktes. National Instruments treibt diesen Trend immer weiter voran und ermöglicht es dem Anwender, letztlich bessere Produkte günstiger zu produzieren.
Diverse Toolsets vereinfachen durch vorgefertigte Funktionsblöcke den Einsatz von LabVIEW in speziellen Bereichen wie z. B. Systemsimulation, Akkustik- und Vibrationsanalyse oder Bildverarbeitung. Durch den Einsatz der Zusatzmodule ‚LabVIEW RT‘ (Real-Time) und ‚LabVIEW DSC‘ (Datalogging and Supervisory Control) öffnet sich LabVIEW für den Einsatz in dedizierten Echtzeitsystemen bzw. für verteilte Applikationen mit hohen Kanalanzahlen und gehobenen Ansprüchen an das Datenmanagement, wie z. B. Datenbankanbindung oder Alarm- und Ereignisüberwachung. |
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