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| Dipl.-Ing. (FH) ROLAND WAGNER, Marketing Manager der 3S-Smart Soft-ware Solutions GmbH, Kempten |
Hersteller von PC-Grafikkarten beschäftigen doppelt so viele Software-Entwickler wie Hardware-Entwickler. Ein Widerspruch? Nun - schon seit den ‚Urzeiten‘ der Informationstechnologie ist gute Hardware nur mit der entsprechenden Software zur Entfaltung gekommen. Und nicht nur im Office-Bereich kostet Software deshalb Geld. So handelt es sich beim Gerätepreis in der Industrie immer um eine Mischkalkulation, wenn die Hardware-Hersteller die Software als ‚Add-on‘ kostenlos dazugeben. Somit wird dem Anwender in der Automatisierungstechnik meist nicht klar ersichtlich, was ihn die Software wirklich kostet. Obwohl es doch wiederum die Software ist, die dem Anwender den Nutzen transportiert.
Entwickelte früher jeder Hersteller von intelligenten Automatisierungs-Geräten noch seine eigene, proprietäre Software, so gibt es heute eine Reihe von Software-Firmen, die diese Arbeit hardware-unabhängig vorantreiben. Aufgrund dieser Spezialisierung und nicht zuletzt durch die Einführung von Standards wie z.B. OPC oder der IEC 61131-3 sind Software-Produkte auf dem Markt verfügbar, deren Preis nun auch dem Anwender transparent gemacht wird. Manche Automatisierer, seien es Endanwender oder OEMs schlucken zunächst, wenn sie z.B. mit dem Preis für eine Soft-SPS-Lizenz oder für die Implementation eines IEC 61131-3 Programmiersystems konfrontiert werden. Aber die Alternative ‚Selber-Machen‘ kostet doch ein Vielfaches, zumal damit nur wieder eine proprietäre Lösung der Aufgabenstellung erreicht wird.
Wir von 3S-Smart Software Solutions GmbH haben für unsere Software ein Geschäftsmodell gefunden, das unseren Kunden größtmögliche Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit, sowie uns eine solide Kalkulationsgrundlage bietet: Wir bieten das IEC 61131-3 Programmiersystem CoDeSys kostenlos an, erheben jedoch eine Laufzeitlizenzgebühr für jedes programmierbare Gerät. Der Vorteil ist, dass neben der problemlosen, weil kostenfreien Verbreitung des Tools, die Kosten für den Mehrwert der Programmierbarkeit der Hardware somit auch separat kalkulierbar sind. Die Lizenzkosten für die Programmierbarkeit eines Geräts können auf der Stückliste wie eine Hardware-Option betrachtet, und der damit entstandene Mehrwert dem Endanwender offen gelegt werden. Die Akzeptanz unseres Tools, insbesondere auch bei sehr großen Unternehmen der Automatisierungstechnik bestätigt, dass dieses Geschäftsmodell marktgerecht und damit der Preis für die Software vernünftig ist. Letztlich sind die Anwender bereit den Preis zu bezahlen, da sie dadurch ihrerseits den teuersten Faktor in der Kostenkette, das Engineering, reduzieren können. |
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