Die Universität Erlangen-Nürnberg geht unter die Unternehmer – allerdings in begrenztem Umfang. Mit fünf Prozent ist die mittelfränkische Hochschule an der Firma Inchron GmbH beteiligt, einem Spin-Off-Unternehmen des Lehrstuhls Informatik 7 (Prof. Dr. Ulrich Herzog). Hauptgesellschafter ist die Hamburger Venture Capital Gesellschaft MAZ level one GmbH, die sich auf die Finanzierung und Betreuung von Technologieausgründungen aus Hochschulen spezialisiert hat.
Die Softwareprodukte der Inchron GmbH für die Entwicklung von eingebetteten Echtzeitsystemen sind insbesondere für die Kommunikations-, Automatisierungs- und Automobilindustrie von Interesse. Mit dem Simulationswerkzeug, dessen neuartige Technologie auf dem von der Uni eingebrachten Patent beruht, lässt sich das Echtzeitverhalten von Systemen wie Mobiltelefonen und dem Motormanagement analysieren.
Die Unternehmensbeteiligung der mittelfränkischen Universität wurde durch die Neufassung des Arbeitnehmererfindergesetzes möglich. Danach stehen Erfindungen von Wissenschaftlern, die in Erfüllung ihrer Dienstaufgabe entstanden sind, den Universitäten und damit dem Staatshaushalt zu. Zusammen mit der TU München hat die Universität Erlangen-Nürnberg beim bayerischen Finanzministerium eine Regelung erreicht, nach der Universitäten Patente gegen die Gewährung von Gesellschaftsanteilen in eine aus der Erfindung heraus zu gründende Gesellschaft einbringen können.
|
| |
|
 |
|