Elektronik

Christian Fischbach, Chefredakteur E&E:

„Ob man heute an Autos, Mobilfunk, Messgeräte, Robotik, Aufzüge, Intensivstationen, Stellwerke oder Schiffe denkt: Elektronik ist einfach allgegenwärtig.  Daran haben wir uns schon seit einer Weile gewöhnt.

Ein neuer Aspekt ist, dass die Elektronik in fast allen Produkten maßgeblich die Entwicklung vorantreibt. In Bälde werden beispielsweise in Autos elektronische Komponenten für mehr als die Hälfte der Wertschöpfung verantwortlich sein. Für fast alle Innovationen sind sie schon heute verantwortlich. So wird die Elektronikindustrie immer mehr zur Triebfeder des Fortschritts in unserer globalen Gesellschaft.“

Unsere Medienmarke E&E inspiriert Menschen zu faszinierenden Elektronikentwicklungen.

Aus der Redaktion

18. August 2016 – Editorial aus E&E, Ausgabe 6.2016

Die neuen Helden der Medizin

Von Christian Fischbach – Head of Value Manufacturing

Robert Koch, Louis Pasteur oder Christiaan Barnard sind nur drei Beispiele aus einer endlos langen Reihe von Ärzten, Chemikern, Mikrobiologen und Immunologen, die mit ihren Entdeckungen und Entwicklungen die Geschichte der Medizin mit geschrieben haben. Wilhelm Conrad Röntgen ist unter diesen Persönlichkeiten als Physiker eher eine Ausnahme.
Nun liegen die ganz großen Meilensteine der Medizin alle schon recht lange zurück, die Grundlagenforschung scheint weitgehend erledigt. Und doch gibt es immer wieder merkliche Verbesserungen. Die Entwicklungen finden heute in der immer perfekteren Anwendung bereits bekannter Prinzipien statt. Doch wenn hier operierende Roboter, Gelenke aus dem Drucker oder ganze Exoskelette entstehen, kann man kaum von marginalen Entwicklungen sprechen.
Die neuen Helden der Medizintechnik sind also Ingenieure. Oft sind es Elektrotechniker, und ihre neuen Heilmittel sind aus Silizium oder verschiedenen Kunststoffen.

c.fischbach@publish-industry.net

E&E-Leseprobe

 

18. August 2016 – Editorial aus E&E, Ausgabe 5.2016

Ist die Zukunft autonom?

Von Kathrin Veigel - Senior Editor E&E

Das autonome Fahren ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen, lauten zum Beispiel: Was muss man sich unter dem autonomen Fahren eigentlich genau vorstellen? Wie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen? Und wann werden autonom fahrende Autos flächendeckend auf unseren Straßen unterwegs sein? Vor allem die eindeutige Beantwortung der letzten Frage ist schwierig. Das sagt auch Steffen Lang im E&E-Interview, das wir im Rahmen des Titelthemas Automobil-Elektronik in dieser Ausgabe abdrucken. Er leitet das Produktmanagement bei Hirschmann Car Communication und geht im Gespräch neben dem autonomen Fahren auch auf das aktuelle Thema Car-to-X-Kommunikation ein.
Dass das autonome Fahren wohl noch nicht so bald zu unserem Alltag gehören wird, legt auch der „Mobilitätsmonitor“ von LeasePlan nahe. Die Leasinggesellschaft befragte hierfür knapp 4.000 Autofahrer zu den jüngsten Innovationen im Automobilbereich. Ein Ergebnis der Studie: So richtig können es sich die deutschen Fahrer noch nicht vorstellen, in ein autonomes Fahrzeug zu steigen. Zwei Drittel der Befragten würden es versuchen, aber mit Vorbehalten. Nur Wenige (15 Prozent) konnten sich ohne Wenn und Aber vorstellen, in einem autonomen Fahrzeug zu fahren.
Aber egal, wie und wann sich das autonome Fahren auf unsere Straßen durchsetzt: Die Elektronikbranche dürfte sich über die Verbreitung dieser neuen Fortbewegungsart sehr freuen. Gehört sie in dem Fall doch zu den Profiteuren – denn ohne Mikrocontroller, Sensoren, Funktechnik & Co. geht bei dieser Sache gar nichts.

k.veigel@publish-industry.net

E&E-Leseprobe

18. August 2016 – Editorial aus E&E, Ausgabe 4.2016

Der Abgesang geht weiter

Von Florian Streifinger - Editor E&E

Die Zeit von Silizium ist endgültig abgelaufen. „Welcome to a Post-Silicon World“ verkündet die Keynote von Dan Kinzer zur diesjährigen PCIM-Konferenz. Siliziumkarbid und Galliumnitrid gehört die Zukunft.
Das kommt Ihnen bekannt vor? Mir auch. Der Abgesang auf Silizium begleitet die Halbleiterindustrie bereits seit Jahren. Es trifft ja auch zu: Als Material wird es zurückgedrängt und die Alternativen gewinnen an Boden. Nur so schnell wie angekündigt, vollzieht sich der Untergang eben nicht. Silizium wird uns noch eine ganze Weile begleiten.
Mit dem Wechsel hin zu Siliziumkarbid und Galliumnitrid verhält es sich ähnlich wie mit dem Internet der Dinge und Industrie 4.0. Er kommt sicher, aber wie schnell das geschieht, entspricht nicht mal im Ansatz dem Hype, der darum gemacht wird. Weniger spannend ist das Thema deswegen nicht, aber manchmal wäre ein bisschen mehr Gelassenheit wünschenswert.

f.streifinger@publish-industry.net

E&E-Leseprobe

22. April 2016 – Editorial aus E&E, Ausgabe 2.2016

Sicherheit ist essenziell

Von Kathrin Veigel - Senior Editor E&E

Frisch von der Embedded World an den Schreibtisch
zurückgekehrt, lässt sich festhalten: Das Internet of Things stand erneut im Fokus der Messe. Ergänzt wurde es in diesem Jahr um Security, dem aktuellen Top-Thema der Branche. Dass dies derzeit absolut im Trend liegt, verwundert nicht – stellt Security in Zeiten des IoT doch einen essenziellen Aspekt dar.
Diesem hohen Stellenwert haben die Macher des Nürnberger Branchentreffs gebührend Rechnung getragen. So
haben sie am zweiten Messetag unter dem Motto „Safe for the future“ eine Vortrags- und Diskussionsrunde veranstaltet. Und die Keynote der Embedded World Conference bestritt kein Geringerer als der weltweit bekannte IT-Security-Experte
Eugene Kaspersky, seines Zeichens der CEO von Kaspersky Labs. Er zeigte in seinem Vortrag auf, wie IT-Sicherheitsaspekte angesichts der zunehmenden Verschmelzung von IT- und Embedded-Welt auch im IoT immer relevanter werden.
Zusätzlich zu den Vorträgen widmete sich während der gesamten Dauer der Embedded World eine Sonderfläche in den Messehallen intensiv dem Thema Security. Diese Schwerpunktsetzung der Messe macht deutlich: Sicherheit ist in unserer technisierten Welt das A und O; und das ist in den Köpfen der Betroffenen mittlerweile auch fest verankert.

k.veigel@publish-industry.net

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23. Februar 2016 – Editorial aus E&E, Ausgabe 1.2016

Flexibel und trotzdem sicher

Von Christian Fischbach – Chefredakteur E&E

Smart Factory, Smart Robots, Smart Energy, Smart Grid … Wo alles immer
intelligenter werden soll, sind mehr und mehr flexible Systeme gefragt. Das bedeutet zum einen, dass selbst was traditionell fest verdrahtet war immer häufiger in Software auf einem Embedded-System abgebildet wird. Zum anderen ist „smart“ in fast allen Fällen auch ein Synonym für „vernetzt“, denn Intelligenz in modernen Systemen entsteht durch Informationen und die Möglichkeit, schnell auf diese zu reagieren.
Die Entwicklung, getrieben von den Möglichkeiten aktueller Embedded-Systeme und moderner Netzwerke, hat Vor- und Nachteile. Die Vorteile sind Flexibilität, Geschwindigkeit, einfachere Wartung und, als Ergebnis, eine höhere Effizienz. Dem gegenüber steht, was größere Freiheit immer mit sich bringt: höhere Sicherheitsrisiken. Die Maßnahmen gegen diese sind vorzertifizierte Module und Baukastensysteme, ein Zusammenspiel von Hard- und Software-Security sowie moderne, auf das IoT ausgelegte Betriebssysteme. Sie sind maßgeblich für unsere smarte Zukunft.

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15. Oktober 2015 – Editorial aus E&E, Ausgabe 8.2015

Was kommt nach dem Schock?

Von Christian Fischbach – Chefredakteur E&E

VW, das Symbol deutscher Ingenieurskunst, hat einen handfesten Skandal hingelegt. Über dessen Ursachen will ich – keine Sorge – an dieser Stelle nicht als Tausendster Vermutungen anstellen. Der Betrugsfall wird VW schaden, so viel steht fest. Auch Zulieferer aus der Elektronikindustrie werden die Auswirkungen wohl leider zu spüren bekommen. Wenn ich jedoch immer häufiger von Sorgen um den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland und sein Qualitätssiegel „made in germany“ lesen muss, bekomme ich doch ernste Zweifel. Schlägt hier nicht vielleicht auch das durch was Amerikaner die „German Angst“ nennen, ein oft unbegründeter Hang zum Fatalismus? Versuchen wir der Sache etwas Positives abzugewinnen, so drängt sich die Tatsache auf, dass kleinere oder größere Katastrophen regelmäßig Auslöser von Innovationsschüben sind. Und Innovation im Automobilbau hört auf Namen wie E-Mobilität, Hybrid, Bremsenergierückgewinnung oder gar autonomes Fahren – alles Techniken, deren Grundlage Elektronik ist. Meine feste Überzeugung: Die Elektronikindustrie kann bei Veränderungen im Automobilbereich mittel- und langfristig nur gewinnen. Denn sie ist es, die die Innovationen befeuert.

c.fischbach@publish-industry.net

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10. September 2015 – Editorial aus E&E, Ausgabe 7.2015

Heilen mit Zukunft

Von Christian Fischbach - Chefredakteur E&E

Medizintechnik – das klingt immer auch ein wenig nach Apparatemedizin. Und die steht bekanntlich nicht bei jedem hoch im Kurs. Dabei geht es bei Elektronik in der Gesundheitsfürsorge um viel mehr: Telemedizin kann die Versorgung von Menschen in ländlichen Gebieten verbessern und beschleunigen, ohne dass die Kosten explodieren. Vernetzte, intelligente medizinische Geräte können nicht nur Personalkosten einsparen sondern gleichzeitig die Genauigkeit von Diagnosen erhöhen und menschliche Fehler minimieren. Nicht zuletzt kann auf vielen Gebieten ein Mehr an Elektronik zu einem Weniger an pharmazeutischen Präparaten führen, beispielsweise durch bessere Sensorik.
Ich persönlich bin sehr froh, dass mich mein Arzt nicht mit einer Ausstattung von 1970 behandelt und ich hoffe darauf, in zehn bis zwanzig Jahren auf Technik zählen zu dürfen, die wir uns heute kaum vorstellen können. Diese Entwicklung war großteilig gebaut auf der Grundlage elektronischer Technologien und genau diese werden sie auch in Zukunft weiter beflügeln – zum Glück.

c.fischbach@publish-industry.net

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9. Juli 2015 – Editorial aus E&E, Ausgabe 6.2015

Post aus dem Weltall

Von Kathrin Veigel - Senior Editor E&E

Langersehnte Nachrichten aus den Tiefen des Alls trafen Mitte Juni im Kontrollzentrum der Europäischen Raumfahrtagentur ESA ein. Endlich, nach sieben Monaten des Wartens, ist der Rosetta-Roboter Philae aus seinem durch den Mangel an Sonneneinstrahlung erzwungenen Winterschlaf erwacht. Prompt sendete er 300 Datenpakete von seinem Standort „67P/Churyumov-Gerasimenko“. Der mehrere Milliarden Jahre alte Komet ist seit vergangenem November die Heimat des Roboters. Er soll dort Proben von der Oberfläche analysieren und damit die Entstehungsgeschichte unseres Sonnensystems erforschen.
Diese interstellare Forschungsmission der ESA wäre ohne Wireless-Technik nicht denkbar. Denn die Distanz von mehreren Millionen Kilometern, die zwischen Komet und Kontrollzentrum liegt, macht eine Datenübertragung per Kabel schlicht unmöglich. Das macht deutlich: Das Thema Wireless spielt für die Forschung eine wichtige Rolle. Aber auch auf ganz irdischen Feldern wird kabellose Technik genutzt und von ihr profitiert. So zum Beispiel die Bereiche Industrie, Beleuchtung oder Konsumtechnik. Wo genau und zu welchem Zweck Wireless hier zum Einsatz kommt, lesen Sie in unserem Titelthema der E&E 6.2015.
Darüber hinaus erwarten Sie in der Sparte „Technik & Wissen“ weitere interessante Beiträge zu Elektromechanik & Verbindungstechnik, Passive Bauelemente, Embedded-Systeme und Distribution.

k.veigel@publish-industry.net

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